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Brandsimulationsanlage in Lohfelden

Heiß, heißer, am heißesten – passend zu den wahrscheinlich letzten wirklich warmen Tagen des Jahres ermöglichen die Feuerwehren der Gemeinden Lohfelden und Fuldabrück am Wochenende vom 28. - 30. August 2026 eine ganz besondere Ausbildungsmöglichkeit.

Wenn man bei 30°C Außentemperatur ohnehin schon ins Schwitzen kommt, spricht schließlich nichts dagegen, noch einmal rund 20 Kilo persönliche Schutzausrüstung inkl. Atemschutzgerät und -maske anzulegen. Und wer darin anschließend auch noch eine bis zu 650°C Grad warme Sauna betritt, dürfte am Ende des Tages wohl nur als Superheld nach Hause zurückkehren.

Die Ironie in den letzten beiden Sätzen dürfte dem einen oder anderen bereits aufgefallen sein. Genau dieses Szenario fand jedoch tatsächlich am Feuerwehrhaus in Lohfelden statt.

Rund 58 Atemschutztrupps aus Lohfelden und Fuldabrück haben die seltene Möglichkeit, an einer Heißausbildung in einer Brandsimulationsanlage teilzunehmen. Hier kann durch verschiedene Simulationen im Inneren der Anlage z. B. ein Wohnungs- oder Kellerbrand realitätsnah nachgebildet und beübt werden. Nicht nur das taktische Vorgehen innerhalb eines Brandraumes spielt dabei eine Rolle, sondern auch das Austesten der eigenen Grenzen unter realer Wärmbeaufschlagung und praktischer „Null-Sicht“.

Die Brandsimulationsanlage wird dabei von dem Unternehmen FIRE HOUSE Brandsimulation GmbH & Co. KG gestellt und bringt direkt einen erfahrenen Trainer mit. Dieser geht auf die individuellen Bedürfnisse und Erfahrungswerte der einzelnen Kameradinnen und Kameraden ein, sodass jeder Teilnehmende den bestmöglichen Nutzen aus dem Übungswochenende ziehen kann. Neben der Innenbrandbekämpfung werden die Teilnehmenden auf das Erkennen von Gefahrensituationen sensibilisiert sowie auf den richtigen Umgang mit typischen Verhaltensmustern von Feuer und Rauch geschult.
Die Brandsimulationsanlage auf Basis eines Sattelaufliegers wird mit Propangas befeuert und kann eine realistische Brandatmosphäre bis zu 650°C Deckentemperatur erreichen. Durch eine computergestützte Steuerung der Anlage ist die Ansteuerung verschiedener Brandherde möglich. Die Atemschutzgeräteträger können über einen seitlichen Eingang sowie über einen Deckeneinstieg (Bsp. Kellertreppe) Zutritt erlangen.

Mirko Ewert, stellv. Gemeindebrandinspektor der Freiwilligen Feuerwehr Fuldabrück freut sich über die Möglichkeit der realen Heißausbildung. „Die Innenbrandbekämpfung ist für unsere Feuerwehrfrauen und -männer nicht alltäglich. Oft vergehen Jahre bis ein Atemschutzgeräteträger nach der Ausbildung wirklich mal einen Brandraum betreten muss. Umso wichtiger ist es in regelmäßigen Abständen so realitätsnah wie möglich zu üben und vor allem auch die Auswirkungen auf das Vorgehen und den eigenen Körper durch Wärme, Wasserdampf und eine eingeschränkte Sicht aufzuzeigen.“

Neben den Atemschutzgeräteträgern sind weitere Helfer involviert. Zum einen werden die Kameradinnen und Kameraden beim An- und Ablegen der Atemschutzgeräte sowie der persönlichen Schutzausrüstung unterstützt. Zum anderen bedarf es einiger helfenden Hände um den reibungslosen Ablauf sowie die entsprechende Verpflegung vor Ort zu gewährleisten.

Beide Feuerwehren sind dankbar für die Möglichkeit, dass die Gemeinden Lohfelden und Fuldabrück die entsprechenden finanziellen Mittel bereitstellen, um dieses Ausbildungswochenende zu finanzieren. „Das Üben unter realen Bedingungen ist nicht nur zum Retten von Menschen in Not oder Sachwerten unabdingbar. Es ist vor allem notwendig, um die Sicherheit unserer Einsatzkräfte zu gewährleisten und sie weiterhin zu motivieren den Einsatzabteilungen unserer Feuerwehren treu zu bleiben“, betont Kevin Jonson, stellv. Gemeindebrandinspektor der Freiwilligen Feuerwehr Lohfelden abschließend.

Weitere Einblicke finden Sie in den sozialen Medien der Freiwilligen Feuerwehren Lohfelden und Fuldabrück.

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